Eintritt in die Evangelische Kirche

Sie gehörten bislang keiner Konfession an und möchten nun Mitglied in der evangelischen Kirche werden.

Vielleicht hat die Gute Nachricht von Gott Sie angerührt, sei es durch eine Begegnung mit einem Menschen, sei es durch eine Predigt oder das Nachdenken über biblische Texte. Vielleicht möchten Sie aufgrund familiärer Bindungen oder beruflicher Zusammenhänge in die evangelische Kirche eintreten.

Wie dem auch sei: Wir freuen uns, wenn Sie den angefangenen Weg weiter gehen wollen - die evangelische Kirche bietet Ihnen an, Sie auf diesem Weg zu begleiten.

Mitglied in der evangelischen Kirche werden Sie durch die Taufe. Bevor Sie getauft werden, ist eine Einführung in den christlichen Glauben wünschenswert. Ein Pfarrer / eine Pfarrerin kann Ihnen Auskunft darüber geben, wie Sie diese Einführung im einzelnen gestalten können.

Die Taufe selbst wird in einem Gottesdienst gefeiert. Sie berechtigt u. a. zur selbständigen Teilnahme am Abendmahl und zur Übernahme des Patenamtes bei einer Taufe.

Zu den Rechten der Mitglieder gehören das passive und aktive Wahlrecht für das Presbyterium und die Übernahme des Patenamts. Für manche Rechte ist zusätzlich die Konfirmation notwendig. Außerdem ist die Kirchenmitgliedschaft in der Regel Voraussetzung für den kirchlichen Dienst.

Zu den Pflichten gehört die Zahlung der Kirchensteuer. Laut Kirchenordnung gehört die Teilnahme an Gottesdienst und Abendmahl zu den weiteren Pflichten der Kirchenmitglieder. 

Getaufte Religionsmündige können nach ihrem Austritt durch Aufnahme Mitglied der evangelischen Kirche werden.

Eintreten kann man bei einem der Pfarrer und der Pfarrerin der Gemeinde, bei jeder Pfarrerin, jedem Pfarrer in Deutschland und bei Eintrittsstellen.

Eintrittsstellen

24 Eintrittsstellen gibt es z.Zt. in der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR).

Die einen kennen ihre Pfarrerin oder ihren Pfarrer nicht. Die anderen haben Angst, sich nachträglich für ihren früheren Austritt rechtfertigen zu müssen. Fakt ist: Menschen, für die es eine Hemmschwelle ist, in ihrer Ortsgemeinde (wieder) in die Kirche einzutreten, können sich stattdessen an eine Eintrittsstelle wenden.

Ein vertrauliches Gespräch, Vorlage des Personalausweises, Ausfüllen eines Formularblatts - das ist im Grunde schon alles. Wenn die Pfarrerin oder der Pfarrer dies für nötig hält, erfolgt vor dem Eintritt außerdem eine Unterweisung im christlichen Glauben. Der Eintritt in einer der Eintrittsstellen ist unkompliziert und unbürokratisch. Meistens gibt es außerdem noch ein kleines Geschenk und ein Segenswort.

Wiedereintritt in die Evangelische Kirche

Sie waren aus der evangelischen Kirche ausgetreten und möchten nun wieder eintreten.

Sie möchten nach einer Zeit des Abstandes oder aufgrund neuer Erfahrungen wieder in die Kirche aufgenommen werden? Kein Problem! Sie können diesen Schritt bei einem Pfarrer / bei einer Pfarrerin oder bei einer anerkannten Kircheneintrittsstelle tun.

Wenn Sie sich an einen Pfarrer / eine Pfarrerin gewandt haben, wird er / sie ein oder auch mehrere Gespräche mit Ihnen führen. Diese Gespräche können beratenden, informierenden oder klärenden Charakter haben.

Ihre Wiederaufnahme kann in einem Gottesdienst gefeiert werden oder in einer kurzen Aufnahmezeremonie in Gegenwart vor zwei Mitgliedern des Kirchenvorstandes.

Wegen der Unwiderruflichkeit der Taufe, findet bei einem Wiedereintritt keine erneute Taufe statt.

Übertritt in die Evangelische Kirche

Sie gehörten bislang einer anderen christlichen Konfession an und möchten nun in die evangelische Kirche eintreten.

Vielleicht gibt es Erfahrungen und Entwicklungen in Ihrem (Glaubens-) Leben, die nach reiflicher Überlegung einen Konfessionswechsel sinnvoll erscheinen lassen.

Vor einem Eintritt in die evangelische Kirche steht zunächst der Austritt aus der Kirche oder Gemeinschaft, der Sie bisher angehören.

Spätestens nach Ihrem Austritt bitten wir Sie um eine Kontaktaufnahme mit unserer Kirche. Im Gespräch möchten wir mit Ihnen die Aufnahme in die evangelische Kirche vorbereiten. Wenden Sie sich einfach an eine Pfarrerin oder einen Pfarrer.

Wenn Sie in Ihrer bisherigen Kirche oder Gemeinschaft getauft wurden, ist diese Taufe gültig: Sie wird bei einem Eintritt in die evangelische Kirche nicht wiederholt. Sind Sie noch nicht getauft, geschieht die Aufnahme in die evangelische Kirche durch die Taufe, die wir gern mit Ihnen vorbereiten.

Über den Konfessionswechsel eines getauften Kindes bis zum 14. Lebensjahr entscheiden nach der deutschen Rechtsprechung die Eltern oder Erziehungsberechtigten. Allerdings kann der Wechsel nicht gegen den Willen des Kindes geschehen, wenn es das 12. Lebensjahr erreicht hat.